Meine zweite Funzelfahrt – und was soll ich sagen: Der Main hat wieder geliefert!
Spätsommerliches Wetter, eine Abendsonne, die die Frankfurter Skyline in schönes Licht zaubert.
Dazu 11 Ruderboote mit über 50 bestens gelaunten Ruderinnen und Ruderern aus 5 Vereinen, bunt durchmischt, Freiweg, Rheno, Griesheim, Nassovia. Dieses Jahr hat außerdem noch Nied den Abend bereichert. Ein schwimmendes Vereinstreffen sozusagen – nur mit mehr Wellen und weniger Parkplatzproblemen.
Für die passende Beleuchtung der Freiweg-Boote hatte netterweise Tobin gesorgt. Vielen Dank dafür! Schließlich wollten wir nicht nur rudern, sondern auch gesehen werden.
Und dann kam mein persönliches Highlight: Ich durfte dieses Mal ans Steuer! Die Verantwortung für Mensch, Material und Kurs lag also in meinen Händen. Zum Glück war die Fahrt stadteinwärts herrlich entspannt – die Fähre des Grauens war bereits durch. Ein Glück! Und ich hatte eine super nette Mannschaft, die alles mitmachte! Danke für die schöne Fahrt!
Am Mainufer standen die Spaziergänger, schauten uns zu und winkten freundlich. Wir winkten gedanklich zurück – die Hände waren schließlich mit Rudern, Steuern und dem Versuch beschäftigt, möglichst souverän auszusehen.
An den Frankfurter Hotspots am Main wurden wir von Partymusik begleitet. Zwischendurch legten wir immer mal wieder einen Stopp ein, um die Skyline zu bewundern und das eine oder andere Foto zu schießen. Denn mal ehrlich: Wenn Frankfurt schon so schön mit uns leuchtet, muss das auch dokumentiert werden.
Am Rudererdorf angekommen, hieß es erst einmal warten, bis alle Boote eingetroffen waren. Und wo mehrere Ruderboote zusammenkommen, ist für Unterhaltung gesorgt: Auf einem Boot gab es ein Geburtstagskind vom RC Griesheim zu feiern. Ein Ständchen wurde angestimmt – und kurzerhand stiegen sämtliche Bootsbesatzungen mit ein.
Dann ertönte unser gemeinschaftlicher Ruf – das Startsignal für die Rückfahrt. Wie auf einer Perlenkette aufgereiht, machten sich die beleuchteten Boote auf den Weg zurück zum Freiweg. Ein wunderschöner Anblick! In der Dunkelheit kam die Frankfurter Skyline noch besser zur Geltung.
Der Main glitzerte, die Stadt funkelte und wir glitten durch die Nacht, als hätten wir das mit dem Rudern und der Romantik schon immer so professionell gemacht.
Zurück am Freiweg wurden alle Boote sicher versorgt. Und weil Rudern bekanntlich hungrig macht, ging der sportliche Teil nahtlos in den kulinarischen über. Bei gemeinsamem Schlemmen und regem Austausch zwischen den Ruderinnen und Ruderern ließen wir den Abend gemütlich ausklingen. Schließlich müssen nicht nur die Boote gepflegt werden – auch die vereinsübergreifenden Kontakte brauchen regelmäßige Wartung.
Fazit: So geht Gemeinschaft auf dem Main! Jede Menge Lichter, Musik, Geburtstagsgesang und gute Laune. Dazu meine Steuerpremiere im Dunkeln ohne nennenswerte Schlagzeilen am nächsten Morgen. 😉
Ein großes Dankeschön an das Organisationsteam! Und eines ist sicher: Bei der nächsten Funzelfahrt bin ich wieder dabei. Ob am Steuer oder als rudernde Unterstützung – Hauptsache, die Fähre des Grauens ist rechtzeitig weg!
Cornelia Hector


